Der Paketversand in Deutschland kostet 2026 zwischen 3,99 € für ein Hermes Päckchen von PaketShop zu PaketShop und 23,99 € für ein DHL Paket bis 31,5 kg. Ein versicherter Versand ist bei beiden Anbietern im Paketpreis enthalten: DHL haftet bis 500 € pro Paket, Hermes ebenfalls bis 500 € pro Paket und bis 50 € pro Päckchen. Höhere Warenwerte erfordern eine Transportversicherung, die je nach Produkt prozentual oder als Pauschale berechnet wird. Die Paketversandkosten hängen von Gewicht, Maßen, Laufzeit und Zielgebiet ab, weshalb ein Tarifvergleich über alle Versanddienstleister pro Bestellung der wirksamste Hebel bleibt.
Was kostet der Versand eines Pakets? Diese Frage muss jeder Online-Shop beantworten, und eine ungenaue Antwort kostet Marge bei jeder einzelnen Bestellung. Der Versand macht häufig 10 bis 15 % des Warenkorbwerts aus und ist damit einer der am besten steuerbaren Kostenblöcke im E-Commerce. Dieser Leitfaden schlüsselt die tatsächlichen Preise 2026 der wichtigsten deutschen Versanddienstleister auf, erklärt, was die Rechnung wirklich nach oben treibt, und zeigt, wie viel versicherter Versand kostet und wann er sich lohnt. Wer die Tarife mehrerer Anbieter aus einer Oberfläche vergleichen möchte: Die Versandplattform von ShippyPro vergleicht bei der Labelerstellung die Tarife Ihrer verbundenen Dienstleister und wählt die günstigste Option vor. Für die Auswertung dahinter, also Kostenkontrolle, Anbieter-Benchmarking und SLA-Überwachung, ist das Modul Optimizer zuständig.
Bevor Sie Tarife vergleichen, sollten Sie die vier Hebel kennen, mit denen alle deutschen Versanddienstleister kalkulieren. Wer sie beherrscht, kann ein Angebot vorhersagen statt sich davon überraschen zu lassen, und die Versandregeln in seiner Carrier-Anbindung sauber konfigurieren.
DHL rechnet nach Gewichtsstufen, Hermes nach Paketklassen. Bei DHL springt der Preis von 10,49 € (bis 10 kg) auf 18,99 € (bis 20 kg), also 8,50 € an einer einzigen Schwelle. Bei Hermes entscheidet die Summe aus längster und kürzester Seite: max. 37 cm ist ein Päckchen, max. 50 cm ein S-Paket, max. 80 cm ein M-Paket. Das bedeutet, dass dasselbe Produkt bei den beiden Anbietern in völlig unterschiedliche Tarifklassen fällt.
Für DHL Pakete gilt im Inland ein Höchstmaß von 120 × 60 × 60 cm und ein Gurtmaß (Länge + 2 × Breite + 2 × Höhe) von maximal 300 cm bei Paketen bis 20 kg beziehungsweise 360 cm bis 31,5 kg. Wer diese Werte reißt oder eine nicht quaderförmige Sendung aufgibt, zahlt 28,99 € Sperrgutzuschlag zusätzlich. Bei Hermes liegt derselbe Zuschlag bei 19,95 € pro Stück. Das ist bei einem Paketpreis von unter 11 € eine Verdreifachung der Versandkosten für eine einzige Sendung.
Standardversand mit 1 bis 2 Werktagen Laufzeit ist deutlich günstiger als Express. Ein DHL ExpressEasy National bis 5 kg kostet 19,50 € gegenüber 7,69 € für das reguläre DHL Paket. Auch die Zustellart wirkt: Bei Hermes kostet dasselbe M-Paket 5,90 € an einen PaketShop, 6,99 € an die Haustür und 11,99 € mit Abholung beim Versender. Reservieren Sie schnelle Services über Versandautomatisierung für die Bestellungen, die sie wirklich brauchen: Regeln lassen sich unter anderem nach Shop, Zielland, Zahlungsart und Produkttyp definieren.
Der Sprung ins Ausland ist teuer: Ein DHL Paket bis 5 kg kostet innerhalb Deutschlands 7,69 €, in die EU-Zone 1 aber 20,49 €. Bei Hermes steigt das S-Paket von 4,89 € auf 12,99 € in die EU-Zone 1 und auf 33,90 € in die EU-Zone 5. Dazu kommen bei den Vertragsdienstleistern Treibstoffzuschläge, die als Prozentsatz auf Fracht und weitere Zuschläge gerechnet werden. Ein zentrales Sendungs-Tracking hilft, auffällige Sendungen zu erkennen, bevor daraus Zusatzkosten entstehen.
Der häufigste Grund für eine unerwartet hohe Versandrechnung ist der Sperrgutzuschlag. Nicht quaderförmige Verpackungen, herausragende Teile und überschrittene Gurtmaße lösen ihn aus. Messen Sie Ihre drei häufigsten Verpackungsprofile inklusive Gurtmaß, bevor Sie sich auf einen Versanddienstleister und ein Kartonformat festlegen.
DHL ist Marktführer im deutschen Paketmarkt und für viele Shops die Standardanbindung. Die folgenden Preise gelten für den Versand innerhalb Deutschlands und in die EU-Zone 1, Stand 1. Januar 2026, nach dem offiziellen Preisblatt der Deutschen Post. Wichtig für Händler: Für Privatkunden blieben die Preise 2026 unverändert, für Geschäftskunden wurden die nationalen Paketpreise zum 1. Januar 2026 angehoben. Ihre Vertragskonditionen können also abweichen.
| Produkt | Höchstmaße / Gewicht | Deutschland | EU-Zone 1 |
|---|---|---|---|
| DHL Päckchen S | 35 × 25 × 10 cm, bis 2 kg | 4,19 € | nicht verfügbar |
| DHL Päckchen M | 60 × 30 × 15 cm, bis 2 kg | 5,19 € | 11,99 € |
| DHL Paket bis 2 kg | nur online buchbar | 6,19 € | nicht verfügbar |
| DHL Paket bis 5 kg | 120 × 60 × 60 cm | 7,69 € | 20,49 € |
| DHL Paket bis 10 kg | 120 × 60 × 60 cm | 10,49 € | 25,49 € |
| DHL Paket bis 20 kg | Gurtmaß max. 300 cm | 18,99 € | 31,49 € |
| DHL Paket bis 31,5 kg | Gurtmaß max. 360 cm (DE) | 23,99 € | 48,49 € (bis 30 kg) |
| Sperrgutzuschlag | pro Sendung | + 28,99 € | + 29,75 € |
Die entscheidende Grenze verläuft zwischen Päckchen und Paket, und zwar nicht beim Preis, sondern beim Leistungsumfang. Dazu gleich mehr im Abschnitt zum versicherten Versand.
Hermes ist mit rund 17.000 PaketShops der stärkste Herausforderer im deutschen Markt und häufig die günstigere Option bei kleinen Sendungen. Die Preise gelten seit dem 2. März 2026 und stammen aus der offiziellen Preis- und Serviceübersicht von Hermes, jeweils inklusive 19 % MwSt.
| Paketklasse | Längste + kürzeste Seite | Zustellung PaketShop (online) | Zustellung Haustür (online) | Mit Abholung |
|---|---|---|---|---|
| Hermes Päckchen | max. 37 cm | 3,99 € | 5,19 € | nicht verfügbar |
| S-Paket | max. 50 cm | 4,89 € | 5,79 € | 10,79 € |
| M-Paket | max. 80 cm | 5,90 € | 6,99 € | 11,99 € |
| L-Paket | max. 120 cm | 9,90 € | 10,99 € | 15,99 € |
| XL-Paket | max. 150 cm | nicht verfügbar | nicht verfügbar | 28,99 € |
| XXL-Paket | max. 200 cm | nicht verfügbar | nicht verfügbar | 33,99 € |
Drei Dinge fallen auf. Erstens: Das Gewicht spielt bis 25 kg keine Rolle, was Hermes bei schweren, kompakten Artikeln stark macht. Ein 20-kg-Paket mit max. 80 cm Seitensumme kostet 5,90 € gegenüber 18,99 € bei DHL. Zweitens: Der Online-Paketschein ist immer günstiger als der Kauf im PaketShop, beim S-Paket an die Haustür sind das 5,79 € statt 6,79 €. Drittens: XL und XXL gibt es ausschließlich mit Abholung.
Die Zustellung an einen PaketShop lässt sich mit dem Checkout-Modul Ship & Collect direkt im Bestellprozess anbieten. Rechnen Sie dabei mit Einrichtungsaufwand: Das Modul ist separat buchbar, die Einrichtung läuft nicht automatisch, und die Abdeckung ist auf bestimmte Verkaufskanäle und Versanddienstleister begrenzt. Wo es passt, senkt es neben den Kosten auch die Zahl der Fehlzustellungen und die dadurch entstehenden Lagergebühren.
DPD, GLS, UPS und FedEx arbeiten im Händlergeschäft praktisch ausschließlich mit verhandelten Konditionen, ohne öffentliche Preisliste. Der Preis entsteht aus einer Matrix von Gewicht und Zone, auf die Zuschläge aufgeschlagen werden.
Der Treibstoffzuschlag wird als Prozentsatz berechnet, und zwar nicht nur auf die Fracht, sondern auch auf die Beträge anderer Zuschläge. Daraus entsteht ein Kumulationseffekt: Eine Sendung kann drei oder vier Gebühren gleichzeitig auslösen. Hinzu kommen Zuschläge für Übergrößen, schwer erreichbare Gebiete, Inselzustellung und Zollabwicklung.
Für eine gewöhnliche nationale B2C-Sendung sind DHL und Hermes fast immer günstiger. Die Integratoren verdienen ihren Aufpreis auf drei Feldern: garantierte Laufzeit, internationale Reichweite und Zollkompetenz. DPD und GLS liegen mit ihren europäischen Straßennetzen preislich dazwischen und sind bei regelmäßigen EU-Volumina interessant. Wer alle Konten in einer Multi-Carrier-Plattform bündelt, kann pro Sendung entscheiden statt einmal im Jahr.
Fordern Sie bei einem Anbietervergleich immer eine Kalkulation auf Basis Ihrer echten Sendungsdaten der letzten drei Monate an, Zuschläge inklusive. Ein Dienstleister mit niedrigerem Grundtarif, aber höherem Treibstoffzuschlag, Haustürzuschlag und ungünstigerem Volumenfaktor kann pro Paket teurer sein als ein Wettbewerber, dessen Listenpreis zunächst höher aussah.
„Versicherter Versand“ ist im deutschen Paketmarkt ein irreführender Begriff, weil er zwei völlig verschiedene Dinge bezeichnet: die im Preis enthaltene Haftung des Versanddienstleisters und eine zusätzlich gebuchte Transportversicherung. Für Händler ist der Unterschied entscheidend, weil davon abhängt, wer im Schadensfall am Ende zahlt.
Bei beiden großen Anbietern ist ein Grundschutz ohne Aufpreis dabei. Die Übersicht zeigt, wie unterschiedlich die Grenzen liegen.
| Produkt | Preis (Inland) | Enthaltene Haftung | Sendungsverfolgung |
|---|---|---|---|
| DHL Päckchen S / M | 4,19 € / 5,19 € | keine | nein |
| DHL Paket (alle Gewichte) | ab 6,19 € | bis 500 € | ja |
| Hermes Päckchen | ab 3,99 € | bis 50 € | ja |
| Hermes Paket (S bis XXL) | ab 4,89 € | bis 500 € | ja |
Hier liegt die praktisch relevanteste Erkenntnis für Händler. Ein DHL Päckchen ist die günstigste Variante, hat aber weder Haftung noch Sendungsverfolgung. Geht es verloren, gibt es keinen Ersatz und keinen Nachweis. Ein Hermes Päckchen kostet mit 3,99 € sogar weniger und enthält Sendungsverfolgung plus 50 € Haftung. Wer Päckchen mit Versicherung braucht und Warenwerte unter 50 € versendet, fährt mit Hermes daher strukturell besser. Oberhalb von 50 € Warenwert ist ein Paket die richtige Wahl, unabhängig davon, wie klein die Sendung ist.
Übersteigt der Warenwert die enthaltenen 500 €, brauchen Sie eine Transportversicherung. DHL bietet dafür im Paketbereich zwei Höherversicherungsstufen an, bis 2.500 € und bis 25.000 € Versicherungssumme, deren Preise sich je nach Vertrag und Buchungsweg unterscheiden. Transparenter kalkuliert der Expressbereich: Für DHL Express liegt die Transportversicherung laut Preisblatt national bei 0,5 % des Warenwerts, mindestens 5,00 €, und international bei 1,0 % des Warenwerts, mindestens 12,00 €. Als Faustregel für die Kalkulation können Sie also mit einem halben bis einem Prozent des Warenwerts rechnen.
Die Rechnung ist nüchtern: Multiplizieren Sie Ihren Warenwert mit Ihrer realen Verlust- und Beschädigungsquote und vergleichen Sie das Ergebnis mit den Kosten für versicherten Versand. Bei einer Quote von 0,3 % und einem Warenwert von 800 € liegt der Erwartungsschaden bei 2,40 € pro Sendung. Eine Höherversicherung, die mehr kostet, lohnt sich rein rechnerisch nur, wenn ein Einzelschaden Sie hart trifft, etwa bei Unikaten oder sehr hohen Einzelwerten. Bei Standardware unter 500 € Warenwert ist der enthaltene Schutz in der Regel ausreichend.
Ein Punkt, der in Preisvergleichen fast immer fehlt: Beim Verkauf an Verbraucher trägt der Händler das Transportrisiko. Geht das Paket auf dem Weg verloren, hat der Kunde weiterhin Anspruch auf die Ware oder sein Geld, unabhängig davon, ob Sie versichert versendet haben. Versicherter Versand entscheidet also nicht darüber, ob Sie gegenüber dem Kunden einstehen müssen, sondern nur darüber, ob Sie sich den Schaden beim Versanddienstleister zurückholen können. Genau deshalb sind Sendungsverfolgung und ein sauberer Zustellnachweis für Händler oft wichtiger als die Versicherungssumme selbst. Bei Rechtsfragen zu Ihrem konkreten Fall sollten Sie fachkundigen Rat einholen.
Für Händler ist die Frage nach einer Annahmestelle in der Nähe meist die falsche. Haftung und Transportversicherung buchen Sie nicht am Schalter, sondern beim Erstellen des Labels: im Geschäftskundenportal Ihres Dienstleisters oder als Zusatzoption in Ihrer Versandsoftware. Welche Optionen dort verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Dienstleister und von Ihrem Vertrag ab. Prüfen Sie das, bevor Sie Ihren Prozess umstellen, und dokumentieren Sie für Ihr Team, ab welchem Warenwert welche Stufe gebucht werden soll.
Es gibt keinen pauschal günstigsten Anbieter, weil die Antwort davon abhängt, was Sie versenden und in welcher Menge. Der richtige Dienstleister für einen Schmuckhändler mit kleinen, hochwertigen Sendungen ist nicht der richtige für eine Möbelmarke mit sperrigen Kartons.
Sie haben noch keine Verhandlungsmacht, also ist die Produktwahl Ihr wichtigster Hebel: die günstigste öffentliche Klasse treffen, Labels online erstellen, Kartonformate an Ihre drei Bestseller anpassen und beim Päckchen bewusst zwischen DHL (ohne Haftung) und Hermes (50 € Haftung) entscheiden. Ein Euro Ersparnis pro Paket sind bei diesem Volumen bereits 6.000 € im Jahr.
Ihre Vertragskonditionen verändern das Bild vollständig, öffentliche Ranglisten gelten nicht mehr. Ihr Hebel ist die automatische Zuweisung: jede Bestellung nach Gewicht, Maßen, Postleitzahl und Warenwert an den günstigsten passenden Service routen und anschließend die Rechnungen Position für Position prüfen. In dieser Größenordnung kosten Zuschläge und Abrechnungsfehler mehr als der Grundtarif.
Diese Tabelle fasst die Startpreise 2026 und den jeweiligen Einsatzbereich zusammen. Nutzen Sie sie als Orientierung und prüfen Sie danach den tatsächlichen Tarif für Ihre konkrete Sendung.
| Kriterium | Päckchen / Kleinsendung | Standardpaket | Express und Vertragsdienste |
|---|---|---|---|
| Startpreis Inland | 3,99 € bis 5,19 € | 4,89 € bis 7,69 € | ab 19,50 € |
| Laufzeit | 1 bis 3 Werktage | 1 bis 2 Werktage | nächster Werktag, mit Zeitfenster |
| Enthaltene Haftung | 0 € (DHL) / 50 € (Hermes) | bis 500 € | bis 500 €, Zusatzversicherung buchbar |
| Geeignet für | Warenwerte unter 50 € | B2C-Standardgeschäft | Eilige, hochwertige und B2B-Sendungen |
| Risikopunkt | Fehlende Nachverfolgung | Gewichts- oder Klassensprung | Kumulierte Zuschläge |
Produkt und Ressourcen
Über 190 Versanddienstleister an einem Ort verbinden, Tarife bei der Labelerstellung vergleichen und Labels im Stapel drucken. Bei Anbietern mit Live-Rating kommen Ihre Vertragstarife direkt aus dem Konto, für die übrigen hinterlegen Sie Ihre Preisliste einmalig.
Plattform entdecken →Versandkosten kontrollieren: Ineffizienzen aufspüren, Anbieter und Services vergleichen sowie SLA und Zustellausnahmen nach Anbieter und Zielgebiet überwachen.
Optimizer entdecken →Carrier-Rechnung hochladen und die Abweichung zwischen berechnetem und vertraglich vereinbartem Preis sehen, inklusive Zuschlägen, Gewicht, Maßen und Transitzeiten.
Rechnungen prüfen →Leitfäden, Werkzeuge und Dokumentation für jeden Schritt Ihrer E-Commerce-Logistik.
Hub durchsuchen →Testen Sie ShippyPro 14 Tage kostenlos und sehen Sie pro Bestellung, welcher Versanddienstleister für Sie am günstigsten ist.
Beim grenzüberschreitenden Versand ist die Frachtrate nur ein Teil der Kosten. Dazu kommen Zollabwicklung, Einfuhrumsatzsteuer im Zielland und gegebenenfalls Zölle. Weil DHL und Hermes unterschiedliche Zonenschnitte verwenden, sind die beiden Tarife hier getrennt aufgeführt.
| DHL Zielzone | Päckchen M (bis 2 kg) | Paket bis 5 kg | Paket bis 20 kg |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 5,19 € | 7,69 € | 18,99 € |
| EU-Zone 1 | 11,99 € | 20,49 € | 31,49 € |
| Welt Zone 2 | 16,99 € | 29,99 € | 51,99 € |
| Welt Zone 3 | 19,99 € | 32,99 € | 55,99 € |
| Hermes EU-Zone (Online-Preis) | S-Paket (max. 50 cm) | M-Paket (max. 80 cm) | L-Paket (max. 120 cm) |
|---|---|---|---|
| Zone 1: AT, IT, NL, FR, PL, BE, CZ | 12,99 € | 15,49 € | 20,49 € |
| Zone 2: PT, ES, LU, MC | 13,99 € | 15,99 € | 20,99 € |
| Zone 3: SI, HU, SK, DK, SE | 14,50 € | 15,50 € | 20,50 € |
| Zone 4: HR, RO, BG | 18,50 € | 19,90 € | 28,90 € |
| Zone 5: FI, GR, IE, EE, LV, LT | 33,90 € | 38,90 € | 48,90 € |
Jede Warensendung in ein Drittland benötigt eine Handels- oder Proformarechnung sowie eine Zollinhaltserklärung (CN22 oder CN23) mit Warenbeschreibung, Warenwert und Angaben zu Absender und Empfänger. Die Zolltarifnummer ist dabei kein Pflichtfeld, erleichtert die Abfertigung aber erheblich. In der ShippyPro Versandplattform werden diese Felder bei Bestellungen aus angebundenen Marktplätzen automatisch aus den Auftragsdaten gefüllt; bei manuell oder per Excel angelegten Sendungen tragen Sie sie selbst ein. Zolltarifnummern lassen sich je SKU per Excel-Upload hinterlegen oder über die ShippyPro API mitgeben, sodass sie nicht bei jeder Sendung neu erfasst werden müssen. Beachten Sie außerdem, dass der Incoterm standardmäßig auf DAP steht, wenn Sie ihn nicht aktiv ändern: Die Einfuhrabgaben zahlt dann Ihr Kunde bei der Zustellung.
Innerhalb der EU sind die Preisunterschiede zwischen den Anbietern deutlich größer als im Inland, und sie folgen keiner einheitlichen Logik: Hermes ist in Zone 1 beim Päckchen teurer als DHL, beim größeren Paket dagegen günstiger. Genau diese Uneinheitlichkeit macht den Tarifvergleich pro Sendung im Auslandsgeschäft wertvoller als im Inland.
2026 bringt eine Änderung, die das Wettbewerbsumfeld im gesamten europäischen E-Commerce verschiebt. Betroffen ist Ware, die in die EU eingeführt wird, also Ihre Beschaffung, weniger Ihr ausgehender Versand.
Seit dem 1. Juli 2026 ist die Zollfreigrenze für Sendungen bis 150 € Warenwert aus Nicht-EU-Staaten vollständig entfallen. Stattdessen wird laut Zoll online ein pauschaler Zoll von 3 € pro Warenkategorie erhoben. Enthält eine Sendung zehn Paar Socken, fallen einmalig 3 € an. Enthält sie zehn Paar Socken, zwei Kabelbinder und vier Hosen, sind es 9 €. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Einfuhr, nicht der Bestellung.
Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % beziehungsweise 7 % fällt unabhängig davon weiter an, wie schon seit Juli 2021 ab dem ersten Cent. Eine IOSS-Registrierung ändert daran nichts: Sie regelt die Umsatzsteuer, nicht den Zoll. Der Pauschalzoll ist eine Übergangslösung und bis zum 1. Juli 2028 befristet. Für November 2026 ist zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr pro Sendung angekündigt, deren Höhe noch nicht endgültig festgelegt ist.
Wenn Sie regelmäßig kleine Nachbestellungen bei Lieferanten außerhalb der EU auslösen, prüfen Sie eine Konsolidierung. Vier Sendungen zu 40 € zu einer Sendung über 160 € zusammenzufassen senkt sowohl die Zollbelastung als auch die Zahl der Zollanmeldungen, die Ihr Team bearbeiten muss.
Wenn Sie Ihre Versandstrategie kalkulieren, ist der ausgewiesene Tarif nur ein Teil der Rechnung. Realistische Kosten pro Bestellung müssen weitere Posten enthalten.
Verpackung kostet nicht nur Material. In Deutschland sind Sie nach dem Verpackungsgesetz verpflichtet, sich im LUCID-Register zu registrieren und Lizenzentgelte für jedes in Verkehr gebrachte Verpackungsgewicht zu zahlen.
Treibstoff, Sperrgut, Inselzustellung und Haustürzustellung stapeln sich auf den Grundtarif und ändern sich im Jahresverlauf.
Die Bearbeitung einer Rücksendung inklusive Label gehört zu den echten Kosten der Erstbestellung. Ein automatisierter Prozess mit Easy Return senkt den Verwaltungsanteil.
Ein Zweitversuch, ein verlorenes Paket ohne Nachweis oder ein WISMO-Ticket kosten mehr als die Preisdifferenz zwischen zwei Anbietern.
Anders gesagt: Versandkosten sind nie nur der Tarif des Dienstleisters. Verpackung, Lizenzentgelt, Zuschläge und Retouren in das Modell pro Bestellung aufzunehmen, macht aus einer Schätzung eine Preisstrategie, die die Marge tatsächlich schützt und Kaufabbrüche wegen zu spät sichtbarer Versandkosten vermeidet.
Wenn die Preislogik klar ist, bleiben mehrere konkrete Hebel. Das sind die Maßnahmen, mit denen Logistikteams im deutschen E-Commerce pro Bestellung sparen.
Der günstigste Anbieter wechselt mit Gewicht, Maßen und Ziel. Ein Tarifvergleich pro Sendung statt eines Standardanbieters ist die größte Einzelersparnis. In der Versandplattform passiert das bei der Labelerstellung: Die Tarife Ihrer verbundenen Dienstleister werden verglichen und die günstigste Option vorausgewählt. Bei MyDHL, UPS, FedEx, TNT Express, Aramex und Chronopost kommen die Vertragstarife dabei direkt aus Ihrem Konto, bei den übrigen Anbietern hinterlegen Sie Ihre Preisliste einmalig. Welche Anbieter über einen längeren Zeitraum tatsächlich günstiger und zuverlässiger liefern, zeigt anschließend Optimizer.
Weil Hermes nach Seitensumme und DHL nach Gewicht abrechnet, kann derselbe Karton bei einem Anbieter zwei Klassen niedriger liegen. Prüfen Sie Ihre Bestseller gegen beide Systeme statt gegen eines.
Der Online-Paketschein ist bei Hermes durchgehend günstiger als der Kauf im PaketShop, und die Abholung beim Versender kostet beim S-Paket 10,79 € statt 4,89 € bei Abgabe im Shop. Bei Volumen ist eine gebündelte Abholung sinnvoll, bei kleinen Mengen nicht.
Definieren Sie Regeln, die jede Bestellung anhand von Gewicht, Warenwert oder Zielland dem passenden Service zuweisen, sodass die günstigste geeignete Option ohne manuellen Eingriff gewählt wird. Eine einheitliche Carrier- und Integrationsbibliothek erlaubt den Wechsel des Dienstleisters ohne Werkzeugwechsel, wenn Sie bessere Konditionen verhandeln.
Auch erfahrene Händler verlieren Geld an einer Handvoll wiederkehrender Fehler. Sie vorab zu kennen, ist die günstigste Optimierung überhaupt.
| Fehler | Was er kostet | Die Korrektur |
|---|---|---|
| Päckchen für Waren über 50 € nutzen | Beim DHL Päckchen kein Ersatz und kein Nachweis, beim Hermes Päckchen nur 50 € Haftung | Ab 50 € Warenwert ein Paket wählen |
| Nur einen Standardanbieter einsetzen | Sie zahlen zu viel, sobald ein anderer Dienstleister für dieses Gewicht oder Ziel günstiger ist | Tarife pro Bestellung vergleichen |
| Gurtmaß nicht prüfen | 28,99 € Sperrgutzuschlag bei DHL, 19,95 € bei Hermes, pro Sendung | Gurtmaß in die Verpackungsspezifikation aufnehmen |
| Incoterm auf Standard lassen | Bei DAP zahlt Ihr Kunde die Einfuhrabgaben bei der Zustellung, was Annahmeverweigerungen auslöst | Incoterm pro Zielland bewusst setzen |
| Anbieter nur einmal jährlich prüfen | Tarife und Ihr Sendungsmix ändern sich mitten im Jahr, 2026 etwa bei Hermes zum 2. März | Versanddaten quartalsweise auswerten |
Ein Hermes Päckchen von PaketShop zu PaketShop kostet 3,99 €, ein Hermes S-Paket 4,89 €. Bei DHL liegt das Päckchen S bei 4,19 €, das Paket bis 5 kg bei 7,69 €, bis 10 kg bei 10,49 € und bis 31,5 kg bei 23,99 €. Der genaue Preis hängt von Gewicht, Maßen, Laufzeit und Zielgebiet ab, Geschäftskundenkonditionen liegen darunter.
In den meisten Fällen nichts extra: Bei DHL Paket und bei allen Hermes Paketklassen ist eine Haftung bis 500 € im Preis enthalten, beim Hermes Päckchen bis 50 €. Erst oberhalb von 500 € Warenwert brauchen Sie eine Transportversicherung. Als Kalkulationsgröße können Sie mit etwa 0,5 bis 1 % des Warenwerts rechnen, bei DHL Express liegt der Satz national bei 0,5 % (mindestens 5,00 €) und international bei 1,0 % (mindestens 12,00 €).
Ein DHL Paket ist immer versichert, ohne Aufpreis: Die Haftung bis 500 € und die Sendungsverfolgung sind im Preis enthalten. Damit kostet ein versichertes DHL Paket 6,19 € bis 2 kg (nur online buchbar), 7,69 € bis 5 kg, 10,49 € bis 10 kg, 18,99 € bis 20 kg und 23,99 € bis 31,5 kg. Für höhere Warenwerte gibt es Höherversicherungsstufen bis 2.500 € und bis 25.000 €.
Nein. Das DHL Päckchen wird ohne Haftung und ohne Sendungsverfolgung befördert. Bei Verlust oder Beschädigung gibt es keinen Schadenersatz und keinen Zustellnachweis. Wenn Sie ein Päckchen mit Versicherung brauchen, ist das Hermes Päckchen die passendere Wahl: Es kostet ab 3,99 € und enthält Sendungsverfolgung sowie eine Haftung bis 50 €.
Seit dem 2. März 2026 kostet die Zustellung an einen PaketShop mit Online-Paketschein 3,99 € für das Päckchen, 4,89 € für das S-Paket, 5,90 € für das M-Paket und 9,90 € für das L-Paket. An die Haustür sind es 5,19 €, 5,79 €, 6,99 € und 10,99 €. Mit Abholung beim Versender beginnt der Tarif bei 10,79 € für das S-Paket. Alle Preise gelten inklusive 19 % MwSt.
Rechnerisch lohnt sie sich, wenn Warenwert multipliziert mit Ihrer realen Schadensquote die Versicherungskosten übersteigt. Bei 0,3 % Schadensquote und 800 € Warenwert liegt der Erwartungsschaden bei 2,40 € pro Sendung. Für Standardware unter 500 € Warenwert reicht der enthaltene Schutz meist aus, bei Unikaten oder sehr hohen Einzelwerten ist die Höherversicherung dagegen sinnvoll, weil ein einzelner Schaden Sie überproportional trifft.
Beim Verkauf an Verbraucher trägt der Händler das Transportrisiko. Der Kunde hat weiterhin Anspruch auf die Ware oder auf Rückzahlung, unabhängig davon, ob versichert versendet wurde. Versicherter Versand entscheidet also nur darüber, ob Sie sich den Schaden beim Versanddienstleister zurückholen können. Deshalb sind Sendungsverfolgung und Zustellnachweis für Händler oft wichtiger als die Versicherungssumme. Bei konkreten Rechtsfragen sollten Sie fachkundigen Rat einholen.
Meist liegt es am Gurtmaß oder am Sperrgutzuschlag. Für DHL Pakete gelten Höchstmaße von 120 × 60 × 60 cm und ein Gurtmaß von maximal 300 cm bis 20 kg. Wer diese Werte überschreitet oder eine nicht quaderförmige Sendung aufgibt, zahlt 28,99 € zusätzlich. Bei Hermes entscheidet die Summe aus längster und kürzester Seite über die Paketklasse, nicht das Gewicht.
Ein DHL Päckchen M in die EU-Zone 1 kostet 11,99 €, ein DHL Paket bis 5 kg 20,49 € und bis 20 kg 31,49 €. Bei Hermes liegt das S-Paket in der EU-Zone 1 bei 12,99 €, in Zone 4 bei 18,50 € und in Zone 5 bei 33,90 €. Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind im Auslandsgeschäft größer als im Inland, weshalb sich der Vergleich pro Sendung hier besonders auszahlt.
Nicht für Ihren ausgehenden Versand innerhalb Deutschlands oder der EU. Der pauschale Zoll von 3 € pro Warenkategorie gilt seit dem 1. Juli 2026 für Sendungen bis 150 € Warenwert, die aus Drittländern in die EU eingeführt werden. Sie betrifft Sie auf der Beschaffungsseite, wenn Sie kleine Sendungen von Lieferanten außerhalb der EU beziehen. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % beziehungsweise 7 % fällt davon unabhängig weiter an.
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